Historie der FTV Tennisabteilung

Was früher mal war und heute noch wichtig ist…

Wer UpToDate sein will und die Zukunft gestalten möchte, der muss sich auch mit der Vergangenheit beschäftigen und sich seiner Herkunft, seiner Wurzeln bewusst sein.

Das ist der Grund, warum wir hier das Thema „Historie der FTV-Tennisabteilung“ aufgreifen und mehr oder weniger stichwortartig die Vereinsgeschichte nachzeichnen.

Es wäre schön, wenn sich dadurch bei den Mitgliedern die Identifikation mit ihrem Verein noch steigern würde und wir den Menschen auf der Suche nach einem Verein hiermit eine gute Orientierungs- und Entscheidungshilfe geben können.

Historie der Tennisabteilung des Farmsener TV

  • Am 29. August 1975 entstand der Gründungsbeschluss für eine 18. FTV-Abteilung. Die neue Tennisabteilung hatte sogleich 29 Mitglieder, die unmittelbar Günter Püstow, den Präsidenten des Gesamtvereins, zu ihrem Abteilungsleiter wählten. Im Dezember waren es schon 50 Mitglieder, doch es sollte noch knapp zwei Jahre dauern, bis tatsächlich Tennis gespielt werden konnte.
  • Der „Schandfleck von Farmsen“, ein verkommenes, mooriges Gelände an der U-Bahn Trabrennbahn (auch Bermuda-Dreieck genannt), sollte für die Tennisplätze hergerichtet werden. Für den Tennis- und Freizeitpark standen rund 15.000 qm zur Verfügung.
  • Die Behörden gaben schließlich grünes Licht, sodass 1976 mit den Arbeiten begonnen werden konnte. Und so begann der mühevolle Weg, bis die Erde rot wurde.
  • Der Bauausschuss des Bezirksamts Wandsbek hatte für den 15. Mai 1976 den ersten Spatenstich angesetzt; dieser Termin deckte sich mit dem 50. Jubiläum des FTV.
  • 50 Jahre nach diesem Spatenstich möchte die Tennisabteilung Ende Mai 2026 ihr 50. Jubiläum feiern – gemeinsam mit dem FTV-Mutterverein, der sein 100-jähriges Bestehen vom 29.05. bis 31.05.2026 begeht.
  • Geld war damals knapp. Umso hilfreicher war es, dass die Straßenbaufirma Günter Püstow dem Sportverein mit Arbeitskraft und Maschinen zur Seite stand. Nachdem Bürgermeister Hans Ulrich Klose zusagte, dem FTV die Flächen kostenlos zu überlassen, konnte im Herbst 1976 eine Fachfirma mit der Herstellung von sechs Tennisplätzen beauftragt werden.
  • Am 7. Mai 1977 wurde erstmals Tennis gespielt. Als Clubhaus (intern „Teehaus“ genannt) diente eine Holzhütte, die von der Hannover Messe organisiert worden war.
  • Mit dem Bau des „richtigen“ Clubhauses wurde im Sommer 1977 begonnen. Die Einweihung erfolgte am 30. April 1978.
  • Parallel begann der Bau einer Zweifeld-Tennishalle, die im Oktober 1978 pünktlich zur Wintersaison eingeweiht wurde.
  • Der Gesamtaufwand für Plätze, Halle und Vereinshaus belief sich auf 1.520.000 DM.
  • In den Becker-Graf-Boomjahren wuchs die Abteilung auf über 500 Mitglieder, darunter rund 180 Kinder und Jugendliche.
  • Der Andrang wurde so groß, dass ein Aufnahmestopp verhängt und eine Warteliste eingeführt werden musste.
  • 1980 wurden zwei weitere Außenplätze für rund 100.000 DM errichtet. Die Anlage wuchs damit auf acht Plätze an. 80 neue Mitglieder wurden aufgenommen und zahlten damals 800 DM Aufnahmegebühr, die zur Finanzierung der Plätze genutzt wurden.
  • 1983 wurde im Farmsener Sportecho über eine Stagnation nach der Gründungsphase berichtet. Höhepunkte waren dennoch große Feste: 1985 zum 10-jährigen Bestehen mit 400 Gästen, 1991 und 1995 weitere Tennisbälle im Hotel Elysee.
  • Seit 2003 bekleidet Ali Farokhnia den Trainerposten. Die erfolgreiche, auf Breitensport ausgerichtete Jugendarbeit zeigt sich in rund 120 Kindern und Jugendlichen (Stand Oktober 2025).
  • Zum 25-jährigen Bestehen fand am 21. Oktober 2000 ein Ball mit 185 Gästen im Hotel Elysee statt.
  • Am 1. Advent 2000 wurden mehrere Mitglieder für ihre 25-jährige Mitgliedschaft als „Mitglieder der ersten Stunde“ mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.
  • Ab 2003 wurden umfangreiche Modernisierungen umgesetzt – von neuer Hallenbeleuchtung, Heizungsanlagen und Platzsanierungen bis hin zur Hallendachsanierung 2017.
  • In den Jahren 2016 bis 2025 wurden zahlreiche Investitionen in Infrastruktur, Nachhaltigkeit und Spielkomfort getätigt, darunter LED-Beleuchtung, neue Bodenbeläge, Sanitärsanierung, ein neues Clubhausdach sowie die Einführung der Wingfield-Anlage.
  • Das Investitionsvolumen der letzten zehn Jahre belief sich auf rund 700.000 Euro, wovon knapp 500.000 Euro durch Fördermittel und Zuschüsse gedeckt wurden.
  • Für 2026 sind die Installation einer Flutlichtanlage sowie einer Stromtankstelle für E-Autos geplant.

Chronist: Jochen Breetz

Du hast Fragen zu den Beiträgen oder zur Mitgliedschaft? Melde dich gern bei uns – wir helfen dir weiter.